2010 und 2011: Zwei große Jahrgänge der Rioja in Folge



Seit 1925, seit der offiziellen Anerkennung der Herkunftsbezeichnung "DOCa. Rioja" hat der zuständige Kontrollrat erst 12 Jahrgänge als "hervorragend / exzellent" bezeichnet. Was sich hier noch in aller Ruhe auf der Flasche weiterentwickelt, wird im nächsten Winter unzählige Weinfreunde begeistern.

Aktuell sind noch Weine der letzten exzellenten Jahrgänge 2001, 2004 und 2005 erhältlich, und schon können wir mit Spannung zwei weiteren hervorragenden Jahrgängen entgegensehen -
2010 und 2011.
Die in 2010 eingefahrene Ernte zeichnet sich durch besonders positive und reichhaltige Aromaeigen-schaften, durch gute Farbstoffkonzentration und hervorragenden Zuckergehalt der Trauben aus. Die unter sehr strengen Gegebenheiten ermittelten Analysewerte gehören zu den besten seit 1982, sind sogar besser als die des herausragenden Jahrgangs 1994.

Strenge Mengenbeschränkungen sichern diese hervorragenden Ergebnisse und damit die überwiegend gleichbleibende Qualität der Rioja-Weine. 2010 knüpft an die zuletzt mit "hervorragend" bewerteten Jahrgänge 2005, 2004, 2001, 1994 und 1995 an. So erwarten wir in den nächsten Jahren grandiose RESERVAS, aber zunächst großartige CRIANZAS 2010, die jetzt bereits am Markt erhältlich sind. Wunderbare Aussichten!

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Alte Reben - begehrtestes Anlagegut der Winzerhäuser

Alle wollen sie: Alte, hundertjährige, noch von der Reblausplage verschonte Reben.

Es ist der Jahrzehntelangen extremen Rückständigkeit der spanischen Halbinsel und ihrer Wirtschaft / Landwirtschaft zu verdanken, dass Spanien als Weinland über einen unglaublichen, nirgendwo auf der Welt vorhandenen Schatz uralter Rebbestände verfügt. Denn diese Rückständigkeit, die Spanien seit dem EG-Beitritt mehr als aufgeholt hat, bedingte, dass große Rebflächen einfach vernachlässigt brach lagen. Erst in den 80er jahren wurden diese entdeckt und gepflegt. Dies ging einher mit der enormen technischen Revolution im spanischen Weinbau.

So verfügen z.B. DOs wie Utiel-Requena und Jumilla über noch wurzelechte Monastrell-Reben.

Und Kult-Weingüter wie das der Brüder Perez Pascuas in der DO Ribera del Duero, die den grandiosen VIÑA PEDROSA kreieren, können dies nur, weil sie die alten Reben ihrer Grossväter geerbt und für erhaltenswürdig erachtet haben. Eine weise Entscheidung, die uns heute intensive, üppig-fleischige und ehrwürdig alternde Weine beschert.







Weingebiet im Focus – D.O.Ca. RIOJA
die Wiege spanischen Weins und immer noch Synonym dafür!

Von Norden und Süden "eingerahmt" durch mächtige Gebirgsmassen, liegt die RIOJA an den Ufern des bedeutensten Stromes der iberischen Halbinsel - dem Ebro-Fluss. Im Norden riegelt das Kantabrische Gebirge das Weingebiet gegen die schroffen atlantischen Winde der Biskaya ab und im Süden schützt das iberische Zentralmassiv vor dem extrem heißen Kontinentalklima der kastilischen Hochebene. Die DOCa Rioja verfügt als einziges Weingebiet Spaniens sowohl über ein atlantisches als auch mediterran gepägtes Klima. Und ohne die ausgleichende klimatische Wirkung des Ebro-Flusses gäbe es die Rioja-Weine nicht.

Die Kraft, Ausgewogenheit, Ihre Feinheit und ihre Bekömmlichkeit erhalten die Rioja Weine als Resultat eines gemäßigten Klimas und idealer Böden. Kühle Luftströme und Niederschläge vom Atlantik, heiße Sommermonate und eiskalte Winter lassen die Tempranillo-Traube ideal reifen. Ein Rebstock der "kämpfen" muss (gegen Kälte und Hitze), bringt beste Weine hervor, so die einhellige Meinung der renommiertesten Önologen.

Die RIOJA ist die bekannteste Weinregion Spaniens und bringt harmonische Weine mit schöner Reife hervor. Sie ist die Wiege des Barrique-Ausbaus und "Erfinderin" des Qualitätssystems von Crianzas, Reservas und Gran Reservas.

Die RIOJA verfügt über einen enormen Bestand an alten Reben, die von der französischen Reblausepidemie verschont blieben und somit 80 und mehr Jahre alt sind. Aus ihren raren Trauben entstehen die Top-Top-Weine der Rioja.








Tempranillo - die Königin der spanischen Rebsorten

Wenn es eine spanische Pracht-Rebsorte gibt, dann die Tempranillo. Ihr Name variiert in den verschiedenen Weinregionen - mal Cencibel, mal Tinta del país oder Tinta de Toro genannt, ist es immer diesselbe intensiv kirschige, ehrwürdig alternde Hauptrebsorte Spaniens.


Jancis Robinson bezeichnete sie einmal als optimale Verbindung der positiven Eigenschaften von Cabernet Sauvignon und Pinot Noir, denn sie ist sowohl samtig und schmeicheld, als auch langlebig und tanninbetont. Seit einigen Jahren wird sie such erfolgreich in Übersee angebaut. In nicht langer Zeit wird es auch Tempranillo-Weine aus den USA oder Argentinien geben.

In jeder Region Spaniens entwickelt sie etwas andere Eigenheiten. Häufig sind Kirsche, Pflaume, Cassis, Brombeere, roter Fruchtsaft und Veilchen, aber auch frisches Fleisch und Teer Bestandteile des Aromenspektrums

Ihren Ursprung hat die Tempranillo-Rebe in der Rioja, wo heiße Tage und kühle Nächte für reife Trauben sorgen, deren Eleganz eine klare Frucht kombiniert mit angenehmer Säure ausmacht.

lTempranillo-Weine sind weich, samtig, elegant und klar in ihrer Frucht. Die Tannine und die Säure sind nie im Vordergrund. Das macht diese Weine für sehr viele Gaumen attraktiv.


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